Unsere Schüler*innen an der htlwienwest.at erstellen jedes Jahr als Projekt ein Jahrbuch und haben mich gebeten, für das heurige als Abteilungsvorstand für Informationstechnologie für diesen Abschnitt ein Vorwort zu verfassen. Wenn ich nun nach mehr als fünf Jahren wirklich etwas hier schreibe, passt das vielleicht gut, so ein Vorwort. Speziell in Zeiten wie diesen. Also hier ist es, das Vorwort:

Das Schuljahr geht unbeirrbar seinem Abschluss entgegen und dieser Zeitlauf ist das Einzige, das heuer wirklich vorhersehbar war. Jede Planung, jede Maßnahme musste durch den Pandemieverlauf immer wieder kurzfristig abgeändert werden. 

Dadurch wurde dieses Jahr für uns alle zu einer großen Herausforderung, zuallererst natürlich für die Schüler*innen, die, wie schon im Vorjahr, einen großen Teil der Unterrichtszeit – bei aller Unterstützung im Distance Learning – auf sich allein gestellt waren, auf ihre eigene Motivation, auf ihren Mut, bei Unklarheiten im Video nachzufragen, auf ihre Fähigkeit, sich die Zeit einzuteilen. Und das alles bei einem Mangel an sozialen Kontakten, bei Unsicherheit und auch bei Erkrankungen in der Familie. Wir als Schule werden uns überlegen müssen, wie wir in Zukunft auch hier einfacher Hilfe im psychologischen Bereich anbieten können, nicht nur erfolgreich im technischen und pädagogischen.

Auch für unsere Lehrer*innen war es eine Herausforderung, vor allem, wenn sie für ihre Klassen viel mehr als nur Unterrichtende waren, es darüber hinaus persönliche Kontakte mit Eltern und Schüler*innen in Distanz zu pflegen gab. Meist gelang uns das, sehr selten noch nicht. Mit Motivation und Begeisterung erfolgte der Unterricht vor Ort, über Videokonferenzen oder hybrid. Mit Verständnis und Einfühlungsvermögen konnten viele Probleme gemeistert werden.

Und schlussendlich war – eigentlich ist – es eine Herausforderung für den “neuen” Abteilungsvorstand, diese Rolle in einer solchen Umgebung zu übernehmen und die in der Abteilung bisher gewohnte Umsicht, Ruhe und vor allem reibungslose Organisation zumindest einigermaßen aufrecht zu erhalten. 

Wir haben gemeinsam viel erreicht, der Unterricht konnte angepasst angeboten werden, interessante Projekte konnten umgesetzt werden, wir konnten mit unserer CO2-Ampel ein Medienecho von der Kronen Zeitung bis zum Fernsehen hervorrufen, unsere Anmeldezahlen sind trotz unsicherer Zeiten stabil, die Infrastruktur modernisiert. Wie wird das neue Schuljahr anlaufen? Wir wissen es nicht, aber wir sind zuversichtlich, auch in der Zukunft eine gute und wertvolle Ausbildung für unsere Absolvent*innen anbieten zu können.

Ich möchte allen unseren Schüler*innen, Absolvent*innen und Lehrer*innen für all das danken und ihnen zu den erreichten Leistungen herzlich gratulieren. Erholen wir uns in den kommenden Wochen, damit wir mit Kraft und Freude in das neue Schuljahr oder auch direkt ins Arbeitsleben starten können!

Schreibe eine Antwort

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

Erforderlich

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.